Expertenwissen

Gemeinschaftsverpflegung mit Qualität & Wirtschaftlichkeit

Verpflegung im Gesundheitswesen optimieren

Servierte Mahlzeit für einen Patienten in einem Klinikzimmer

Verpflegung erfüllt im Gesundheitswesen weit mehr als eine reine Versorgungsfunktion. In Kliniken muss sie medizinische Anforderungen und unterschiedliche Kostformen berücksichtigen, in Reha-Einrichtungen kann Ernährung Teil des Behandlungskonzepts sein und in Senioren- und Pflegeeinrichtungen trägt sie wesentlich zu Wohlbefinden und Lebensqualität bei.

 

Gleichzeitig steigen die Anforderungen an Qualität, Nachhaltigkeit und individuelle Ernährungsbedürfnisse, während Personal und Budgets vielerorts knapp sind. Für die Gemeinschaftsverpflegung gilt es daher, eine bedarfsgerechte und qualitativ hochwertige Versorgung wirtschaftlich zu organisieren.

 

Welche Herausforderungen dabei je nach Einrichtung im Mittelpunkt stehen und wie ein professionelles Verpflegungsmanagement unterstützen kann, zeigt dieser Beitrag.

Unterschiedliche Anforderungen in Klinik, Reha und Pflege

Die grundlegenden Herausforderungen ähneln sich, doch je nach Einrichtung und Zielgruppe setzt eine zielgruppengerechte Verpflegung unterschiedliche Schwerpunkte.

 

 

Kliniken: Patientenverpflegung unter besonderen Anforderungen

In Kliniken ist die Patientenverpflegung eng mit den medizinischen Anforderungen der Patientinnen und Patienten verbunden. Gleichzeitig müssen Verpflegungsprozesse auch bei wechselnden Bedarfen zuverlässig funktionieren.

 

Besondere Herausforderungen sind unter anderem:

 

  • Individuelle Ernährungsbedürfnisse: 

Unterschiedliche Krankheitsbilder erfordern eine Vielzahl an Sonderkostformen und eine entsprechend flexible Speisenversorgung.

 

  • Mangelernährung: 

Erkrankungen, Appetitlosigkeit oder eingeschränkte Nahrungsaufnahme können das Risiko einer Mangelernährung erhöhen.

 

  • Schwankende Bedarfe: 

Kurze Aufenthaltszeiten und eine wechselnde Belegung erschweren die Planung benötigter Mengen.

 

  • Hohe Qualitätsanforderungen: 

Hygiene, Lebensmittelsicherheit und Dokumentation müssen zuverlässig gewährleistet werden.

 

 

Damit steht die Verpflegung in Kliniken vor der Aufgabe, medizinische und individuelle Anforderungen mit effizienten Abläufen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zu verbinden.

 

 

Reha-Einrichtungen: Ernährung als Teil des Behandlungskonzepts

In Reha-Einrichtungen geht die Verpflegung häufig über die reine Versorgung hinaus. Je nach Indikation kann die Ernährung einen wichtigen Bestandteil des Behandlungskonzepts bilden.

 

Im Fokus stehen dabei insbesondere:

 

  • Indikationsbezogene Ernährung: 

Unterschiedliche Erkrankungen und Therapieziele stellen jeweils eigene Anforderungen an die Reha-Ernährung.

 

  • Längere Aufenthaltsdauer: 

Qualität, Auswahl und Abwechslung des Speisenangebots gewinnen dadurch zusätzlich an Bedeutung.

 

  • Gesundheitsförderung: 

Die Verpflegung kann dazu beitragen, gesundheitsfördernde Ernährungsweisen auch über den Reha-Aufenthalt hinaus zu vermitteln.

 

  • Nachhaltigkeit: 

Regionale, saisonale und ressourcenschonende Angebote gewinnen auch in Reha-Einrichtungen an Bedeutung.

 

 

Die Herausforderung besteht darin, therapeutische und individuelle Anforderungen mit einem attraktiven und wirtschaftlich tragfähigen Verpflegungsangebot zu verbinden. 

 

 

Senioren- und Pflegeeinrichtungen: Verpflegung als Teil der Lebensqualität

In Senioren- und Pflegeeinrichtungen beeinflusst die Verpflegung nicht nur die bedarfsgerechte Versorgung. Gerade die Verpflegung im Pflegeheim ist eng mit dem Alltag der Bewohnerinnen und Bewohner verbunden: Mahlzeiten schaffen Struktur und Gemeinschaft und können wesentlich zu Wohlbefinden und Lebensqualität beitragen.

 

Besondere Anforderungen ergeben sich durch:

 

  • Mangelernährung im Alter: 

Appetitverlust, Erkrankungen oder altersbedingte Veränderungen können eine ausreichende Versorgung erschweren.

 

  • Individuelle Bedürfnisse: 

Bei Demenz sowie Kau- oder Schluckbeschwerden muss die Verpflegung entsprechend angepasst werden.

 

  • Gewohnheiten und Vorlieben: 

Geschmack, Essbiografie und eine angenehme Essatmosphäre spielen eine wichtige Rolle.

 

  • Personelle Ressourcen: 

Personalmangel in Küche und Pflege erschwert eine Betreuung und Versorgung zusätzlich.

 

 

Ein gut abgestimmtes Ernährungsmanagement in der Pflege muss diese unterschiedlichen Faktoren zusammenführen und gleichzeitig unter wirtschaftlichen Rahmenbedingungen umsetzbar bleiben.

Mitarbeiterin bei der Zubereitung und Ausgabe von Mahlzeiten in einer Großküche

Gute Verpflegung braucht effiziente Prozesse

Wirtschaftlichkeit entscheidet sich nicht allein über den Einkaufspreis von Lebensmitteln. Auch eine bedarfsgerechte Planung, effiziente Bestell- und Beschaffungsprozesse sowie der bewusste Umgang mit Lebensmitteln und Ressourcen spielen eine wichtige Rolle. Entscheidend ist daher, die verschiedenen Bereiche der Gemeinschaftsverpflegung zusammenzudenken.

Genau hier setzt die PEG mit unterschiedlichen Lösungen an: von der digitalen Organisation der Bestellprozesse über das strategische Beschaffungsmanagement bis zur ganzheitlichen Optimierung im Verpflegungsmanagement.

 

 

PEG-BOS: Bestellprozesse digital und transparent gestalten

Gerade bei einer großen Artikelvielfalt und unterschiedlichen Bedarfen können Bestellprozesse schnell komplex und zeitaufwendig werden. Mit dem Bestell- und Organisationssystem PEG-BOS unterstützt die PEG Einrichtungen dabei, ihre Beschaffungs- und Bestellprozesse digital abzubilden und effizienter zu organisieren.

Bestellungen können gebündelt, Sortimente transparent dargestellt und Abläufe standardisiert werden. Dadurch lassen sich administrative Aufwände reduzieren und gleichzeitig bessere Voraussetzungen für eine zielgerichtete Beschaffung schaffen. Die gewonnene Transparenz hilft zudem dabei, Optimierungsmöglichkeiten zu erkennen und Lebensmittelverschwendung zu reduzieren.

 

 

Beschaffungsmanagement: Wirtschaftlichkeit, Qualität und Versorgungssicherheit verbinden

Eine wirtschaftliche Lebensmittelbeschaffung bedeutet nicht, ausschließlich auf den niedrigsten Preis zu achten. Entscheidend ist vielmehr, Beschaffung so zu organisieren, dass Konditionen, Qualität und Versorgungssicherheit miteinander vereinbar bleiben.

Das Beschaffungsmanagement der PEG unterstützt Einrichtungen dabei, ihre Einkaufs- und Beschaffungsstrukturen gezielt weiterzuentwickeln und wirtschaftliche Potenziale zu nutzen. Gerade angesichts steigender Preise und veränderter Marktbedingungen kann eine strategisch ausgerichtete Beschaffung dazu beitragen, Kosten im Blick zu behalten und gleichzeitig die Anforderungen an eine zuverlässige Versorgung zu erfüllen.

 

 

Verpflegungsmanagement: Prozesse ganzheitlich optimieren

Während PEG-BOS bei der digitalen Organisation und das Beschaffungsmanagement beim Einkauf ansetzen, nimmt die Fachberatung Verpflegungsmanagement die Speisenversorgung als Ganzes in den Blick.

Dabei werden bestehende Strukturen und Abläufe analysiert, um konkrete Optimierungspotenziale für die jeweilige Einrichtung zu identifizieren. Dazu gehören beispielsweise:

 

  • Lebensmitteleinkauf und Sortimente:

Welche Produkte werden tatsächlich benötigt und wie sind die Sortimente aufgestellt?
 

  • Speisenplanung und Fertigungstiefe: 

Wie lassen sich Speisenangebot, Produkte und Produktionsprozesse aufeinander abstimmen?
 

  • Wareneinsatz und Waste Management: 

Wo entstehen Kosten und vermeidbare Lebensmittelverluste?
 

  • Prozesse und Organisation: 

Wie können vorhandene personelle und wirtschaftliche Ressourcen effizient eingesetzt werden?

 

Die Analyse bildet die Grundlage, um individuelle Maßnahmen für die jeweilige Einrichtung abzuleiten und diese bei Bedarf gemeinsam umzusetzen.

Mehr zum Thema: Wie sich Potenziale bei Lebensmittelbeschaffung, Speisenplanung, Wareneinsatz und Waste Management erkennen lassen, erfahren Sie in unserem Blog-Beitrag zum Thema Verpflegungsmanagement und Wareneinsatz. 

Küchenmitarbeiter und Mitarbeiterin bei der gemeinsamen Planung am Laptop in einer Großküche

Passende Lösungen für Ihre Verpflegung

Die Anforderungen an die Verpflegung sind so individuell wie die Einrichtungen selbst. Entsprechend gibt es auch bei der Optimierung keine pauschale Lösung. Die PEG unterstützt Sie dabei, Potenziale zu identifizieren und geeignete Maßnahmen für Ihre Einrichtung abzuleiten.

 

Sie möchten erfahren, welche Potenziale sich für Ihre Einrichtung ergeben? Nehmen Sie gerne Kontakt mit unserem Fachberater Wilfried Hötzer auf.

Sie möchten mehr erfahren?

Wir sind gerne für Sie da.

Wilfried Hötzer
Teamleiter Fachberatung Verpflegungsmanagement