Nachhaltigkeit

Weltwassertag: Wasser im Gesundheitswesen & der nachhaltige Umgang damit

Warum Wasser unsere Aufmerksamkeit verdient

Reinigung einer Oberfläche mit Tuch und Handschuhen in einer Pflegeeinrichtung.

Der Weltwassertag findet jedes Jahr am 22. März statt. Die Vereinten Nationen haben diesen Aktionstag ins Leben gerufen, um weltweit auf die Bedeutung von sauberem Wasser aufmerksam zu machen und darauf, wie wichtig ein verantwortungsvoller und nachhaltiger Wasserverbrauch ist.
 

Wasser ist Grundlage für Gesundheit, Hygiene und Lebensqualität. Gleichzeitig wächst weltweit der Druck auf diese Ressource: Klimawandel, steigender Wasserbedarf und Umweltbelastungen stellen Gesellschaft und Wirtschaft zunehmend vor Herausforderungen.
 

Gerade im Gesundheitswesen spielt Wasser eine zentrale Rolle, wodurch im Alltag von Einrichtungen ein hoher Wasserverbrauch entsteht. Der Weltwassertag ist daher auch eine ideale Gelegenheit, einen Blick auf den Umgang mit Wasser in Gesundheitseinrichtungen zu werfen.

 

 

Ohne Wasser läuft im Gesundheitswesen nichts

In Gesundheitseinrichtungen wird Wasser in vielen Bereichen des täglichen Betriebs benötigt. Besonders relevant sind dabei vor allem vier Bereiche:
 

  • Hygiene und Reinigung
    Händehygiene, Flächenreinigung und Desinfektionsprozesse gehören zu den wichtigsten Maßnahmen für den Infektionsschutz.
     
  • Wäscheaufbereitung 
    Bettwäsche, Handtücher und Arbeitskleidung müssen regelmäßig gereinigt werden. Wäschereien zählen daher zu den Bereichen mit hohem Wasserbedarf.
     
  • Küchen und Speisenversorgung
    In Großküchen von Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen entstehen Wasserverbräuche unter anderem beim Spülen von Geschirr sowie bei der Zubereitung von Speisen.
     
  • Versorgung von Patientinnen und Patienten 
    Auch bei der täglichen Pflege, etwa beim Waschen oder Duschen, spielt Wasser eine zentrale Rolle.

 

 

Wie hoch der Wasserverbrauch im Gesundheitswesen ist


Im Alltag

 

Der Wasserverbrauch pro Person in Deutschland liegt im Durchschnitt bei etwa 127 Litern pro Tag. Diese Zahl beschreibt jedoch nur den direkten Verbrauch, beispielsweise beim Duschen, Kochen oder Waschen.

Berücksichtigt man auch den sogenannten virtuellen Wasserverbrauch, also das Wasser, das für Herstellung und Verarbeitung von Produkten benötigt wird, steigt dieser Wert auf rund 3.900 Liter pro Person und Tag.


Im Gesundheitswesen


Auch im Gesundheitswesen wird der Ressourcenbedarf häufig anhand einer Kennzahl betrachtet: dem Wasserverbrauch pro Krankenhausbett.
 

Ein belegtes Klinikbett steht dabei für einen durchschnittlichen Wasserverbrauch von etwa 300 bis 600 Litern pro Tag. In dieser Zahl sind unter anderem Wasser für Pflegeprozesse, Reinigung, Wäscheaufbereitung und Küchenleistungen enthalten.
 

Diese Werte zeigen deutlich, wie stark Wasser in den alltäglichen Betrieb von Einrichtungen eingebunden ist. Gleichzeitig wird deutlich, wie hoch der Wasserverbrauch im Krankenhaus im täglichen Betrieb sein kann.

 

 

Wasser sparen im Krankenhaus: Diese Möglichkeiten gibt es

Auch wenn viele Prozesse im Gesundheitswesen wasserintensiv sind, gibt es verschiedene Möglichkeiten, den Wasserverbrauch zu reduzieren.
 

  • 1. Effizientere Technik einsetzen
    Moderne Geräte, etwa Spültechnik oder Reinigungssysteme, benötigen deutlich weniger Wasser als ältere Modelle. Beispielsweise können wassersparende Spülmaschinen oder automatische Wassersteuerungen dabei helfen, den Verbrauch im Alltag deutlich zu reduzieren.
     
  • 2. Prozesse in Küche und Wäscherei optimieren
    Großküchen und Wäschereien gehören zu den Bereichen mit dem höchsten Wasserbedarf. Effiziente Spültechnik oder optimierte Waschprogramme können hier spürbare Einsparungen ermöglichen. In einigen Einrichtungen kann zudem geprüft werden, ob Wasser aus bestimmten Prozessen – etwa Grauwasser – für andere Zwecke wiederverwendet werden kann.
     
  • 3. Wasserverbrauch transparenter machen
    Durch regelmäßige Auswertungen des Wasserverbrauchs können Einrichtungen erkennen, wo besonders viel Wasser eingesetzt wird und wo sich Einsparpotenziale ergeben. Dazu können beispielsweise Wasserzähler regelmäßig ausgelesen oder Systeme zur frühzeitigen Erkennung von Leckagen eingesetzt werden.
     
  • 4. Sensibilisierung im Arbeitsalltag
    Auch der bewusste Umgang mit Wasser im Alltag, etwa bei Reinigungs- oder Pflegeprozessen,  kann langfristig einen Unterschied machen.

Entscheidend ist oft das Zusammenspiel aus Technik, Organisation und einem bewussten Umgang mit Ressourcen.

 

 

Technik als Hebel: Wie moderne Geräte Wasser sparen können


Moderne Geräte und Technologien können dazu beitragen, Wasser effizienter einzusetzen. Ein Beispiel dafür findet sich in vielen Großküchen von Pflegeeinrichtungen und Krankenhäusern: Geschirrspültechnik. 

Moderne gewerbliche Haubenspülmaschinen benötigen heute häufig nur noch etwa 2 bis 4 Liter Wasser pro Spülgang, da das Wasser im System mehrfach genutzt wird. Dadurch lassen sich sowohl Wasser als auch Energie deutlich effizienter einsetzen als bei älteren Geräten.

Gerade bei der Auswahl solcher Technologien spielt auch der Einkauf eine wichtige Rolle. Einkaufsgenossenschaften wie die PEG unterstützen Gesundheitseinrichtungen dabei, passende Lösungen aus einem breiten Lieferantennetzwerk zu identifizieren und wirtschaftlich zu beschaffen.

So können Einrichtungen moderne Technik einsetzen, Ressourcen schonen und gleichzeitig ihre betrieblichen Abläufe effizient gestalten.

 

 

Nachhaltiger Umgang beginnt im Alltag


Der Weltwassertag erinnert jedes Jahr daran, wie wertvoll Wasser als Ressource ist und wie wichtig es ist, verantwortungsvoll damit umzugehen.

Ein bewusster Umgang mit Wasser beginnt oft bei ganz konkreten Entscheidungen im Betriebsalltag, etwa bei Prozessen, Ausstattung und Einkauf. So können Einrichtungen Ressourcen effizienter nutzen und Nachhaltigkeit im Gesundheitswesen aktiv unterstützen.